Kuba und der Weltkommunismus
Kuba und der Weltkommunismus
Die von Fidel Castro geführte kubanische Revolution hat im Ergebnis zur Etablierung des ersten kommunistischen Regimes außerhalb des eurasischen Kontinents geführt. Dieses Ereignis ist von ungeheuerer Bedeutung nicht nur für den in Gärung befindlichen lateinamerikanischen Kontinent, sondern auch für das kommunistische Weltssystem. Der spezische Verlauf der Revolution demonstriert mit aller Anschaulichkeit, daß die Errichtung eines sozialistischen Staates ohne eine traditionelle kommunistische Partei und ohne eine direkte machtpolitische Einflußnahme seitens der Sowjetunion (oder der Volksrepublik China) möglich ist. Er zeigt, wie sehr die Führung des marxistisch-leninistischen weltrevolutionären Prozesses den Händen der Sowjetunion entglitten ist. Durch dieses Faktum sah sich die KPdSU vor eine völlig neue Situation gestellt und gezwungen umzudenken, um diese ideologisch subsumieren zu können. Die Einbeziehung Kubas in die sozialistische Völkergemeinschaft hat zwar zu einer Erweiterung dieses Weltsystems geführt, gleichzeitig aber entscheident dessen Auseinanderentwicklung gefördert. Neben China und Jugoslawien ist in Kuba eine neue Spielart des Kommunismus entstanden, die ein potentielles Beispiel für andere Länder darstellt. Mit der vorliegenden Arbeit werden folgende Ziele verfolgt:
1. Die Erforschung der Wurzeln und der Entwicklung der kubanischen Revolution;
2. Die Untersuchung der die Revolution tragenden politischen Kräfte;
3. Die Darlegung der Auswirkungen auf die Sowjetideologie und die kommunistische Weltbewegung. Schließlich soll dieses Buch einen Beitrag zur Erforschung der Wege leisten, die der Kommunismus gehen kann, um in den lateinamerikanischen Ländern, und in den Entwicklungsländern überhaupt, an die Macht zu gelangen.
Mexico
Revolutionspartei und politische Stabilität in Mexico
Die vorliegende Arbeit erfolgte im Auftrag des Instituts für Iberoamerikakunde in Hamburg, das auch einen achtmonatigen Forschungsaufenthalt in México vom Oktober 1966 bis Mai 1967 ermöglichte. So können sich Darstellung und Folgerungen ausser auf Studien der Quellen und der Sekundärliteratur auf teilnehmende Beobachtung von Nominierungsversammlungen und anderen Parteiaktivitäten, auf die Verfolgung der Munizipalwahlen vom Herbst 1966 sowie auf nicht strukturierte Interviews mit Parteifunktionären aller Hierarchiestufen, einfachen Parteimitgliedern, Gewerkschaftsführern, Mitgliedern des Nationalkongresses ( Senatoren und Deputierten) und Intelektuellen stützen.

Mexico
El Partido de la Revolución y la estabilidad política en México
Los países de América Latina se encuentran en la etapa de transición de una sociedad pre-industrial, caracterizada por una economía de subsistencia agraria y un grado reducido de división del trabajo, a una sociedad industrial. Hasta ahora, este cambio socioeconómico siempre ha estado acompanado de abruptos cambios de gobierno que dificultan un desarrollo evolutivo continuo, en los cuales la élite militar, ante todo, desempena un papel decisivo. Allí donde ella misma no se encuentra en el poder, los gobiernos civiles, quizá con las excepciones de Chile, Uruguay y Costa Rica, dependen de su benevolencia y de la protección de las fuerzas armadas ante movimientos subversivos.

Jugoslawien
Jugoslawien: Politik, Gesellschaft, Wirtschaft
Gegenstand dieser Publikation ist das jugoslawische Experiment einer politischen und sozioökonomischen Ordnung sui generis: Verwaltung der Unternehmen durch die in ihnen beschäftigten Arbeiter, Kombination gesellschaftlichen Eigentums an Produktionsmitteln mit marktwirtschaftlicher Prozesssteuerung, ein vom Rätegedanken bestimmetes Repräsentationssystem, eine föderative und konföderative Elemente enthaltende Staatsstruktur, die den unterschiedlichen Interesen der Teilrepublik Rechnung tragen, aber den Gesamtstaat handlungsfähig erhalten soll. Noch hat aber die Selbstverwaltungsidee nicht tief genug Wurzel gefasst, um der ethisch, kulturell und sozioökonomisch stark fragmentierten Bevölkerung Jugoslawiens ein die staatliche Einheit gewährleistendes Identitätsbewusstsein zu vermitteln und den bislang stärksten Integrationsfaktor, Tito, ersetzen zu können, zumal auch innerhalb der kommunistischen Partei divergierende Auffassungen über die weitere Entwicklung von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft bestehen.
Sozialistische Staaten
Die politischen Systeme der sozialistischen Staaten
Die politischen Systeme der sich als sozialistisch begreifenden Länder unterscheiden sich insbesondere durch zwei Merkmale von denen anderer Länder: durch die Monopolstellung eines auf Marx, Engels und Lenin gründenden Wertesystems als gesellschaftliche Integrations-, Erziehungs- und Modernisierungsideologie und durch die Alleinherrschaft einer zu diesem Wertesystem sich bekennenden Partei. Bei allen Gemeinsamkeiten weisen sie untereinander aber auch Unterschiede auf. Diese können von der Art der Machtergreifung durch die kommunistische Partei und vom Grad ihrer Autonomie gegenüber der Sowjetunion, von der Auslegung des Marxismus-Leninismus, von den historischen Erfahrungen eines Volkes und vom ökonomischen Entwicklungsstand sowie von der internationalen Konstellation bestimmt sein. Die Darstellung der politischen Institutionen der sozialistischen Staaten sowie der Grundzüge ihrer Aussenpolitik ist Inhalt dieses der Grundinformation dienenden Handbuches.